Das Glasperlenstarterset von AGIL

AGIL (Büro für angewandte Archäologie) hat das Glasperlenstarterset wieder im Angebot, was mich wirklich sehr freut. Eigentlich wollte ich den Wochenendlehrgang besuchen, aber dies lässt mein Gesundheitszustand nicht zu. Also bleibt mir nur übrig, das Ganze durch "Learning by doing" zu lernen. Die Anfängersets waren eigentlich immer super von AGIL Ich habe dort meine erste Handspindel, als auch meine Nadelbinden - Holznadel her.

 Das Glasperlenstarterset besteht aus:
  • Perlentrennmittel 
  • Kühlgranulat
  • Brennerkopf mit Gaskartusche
  • 10 Perlendrehstäbe aus Edelstahl
  • 15 Glasstangen
  • Buch „Glasperlen und Glasschmuck selber machen" von Hava und Danny Ronat
Ich denke, damit lassen sich erste Versuche im Frühjahr starten.
Wie man Glasperlen früher herstellte, habe ich in einem Forum in Kurzform gefunden:
  • Vorglühen des Hefteisens: Im Feuer eines Kuppelofens wir eine Eisenstenge, die sogenannte Heftstange zum Glühen gebracht.
  • Aufnahme des Rohglases: Mit der Spitze des glühenden Hefteisen nimmt der Handwerker ein Stück Rohglas auf, das in einer Eisenpfanne angewärmt wurde.
  • Erhitzen des Glases: Das Glas wird im Zentrum des Ofens erhitzt bis es zähflüssig ist.
  • Aufwickeln des Glases: Auf dem Perldorn, einem Eisenstab mit konischer Spitze und Holzgriff, wird die zähe Glasmasse aufgewickelt. Schließt sich der Glasring um den Dorn, trennt ihn der Handwerker vom überstehenden Glasstrang ab.
  • Formen der Rohperle: Die Rohperle wird erneut erhitzt und auf einem glatten Stein durch Rollen in die gewünschte Form gebracht.
  • Verzieren der Perle: Mit einem Messer werden in die noch formbare Perle beispielsweise Rippen eingeschnitzt.
  • Warmhalten der Perle: Der Eisenstab des Perldorns zieht sich beim Abkühlen schneller zusammen als das Glas. So kann die Perle leicht abgestreift werden. Damit sie durch zu schnelles abkühlen nicht zerspringt oder Risse bekommt, wird sie in einem Tongefäß in der Glut eines Kohlefeuers warmgehalten.
Klingt also schon schwieriger.