01.01. Vorbereitungen:
Zunächst schaut man einmal, ob man alle Dinge beisammen hat, oder ob man zum Beispiel noch Wolle spinnen muß. Wenn man alles beisammen hat, dann geht man in folgender Weise vor:
- Gemütliche, zweckmäßige Athmosphäre schaffenKettfäden schären
- Ein Ende wird an einem Fixpunkt befestigt, zum Beispiel ein Türgriff oder eine andere Halterung. Das andere Ende wird am Gürtel befestigt den man trägt.
- Weben
- ist das Schären etwas mühevoller, weil man dann entweder mit 2 Schraubzwingen arbeiten muß oder aber mit einer Schraubzwinge und einem festen Punkt in der Wohnung
- hält man die Spannung durch den eigenen Körper oder man bastelt sich eine Art Webvorrichtung
01.02. Kettfäden schären
Wenn wir eine bestimmte Meteranzahl weben möchten, können wir uns die Länge ausrechnen und die Längen mit einem Metermass oder Zollstock abmessen.
Es geht auch noch anders: Man benötigt 2 feste Punkte in einem Raum. Wie wäre es beispielesweise mit
- zwei Türgriffen, wenn die Türen gegenüber liegen ?
- 1 Türgriff und eine Fensterbank ?
Das Muster gibt vor, auf was wir achten müssen, also
- Wie die Kettfäden zu schären sind
- Wieviele Kettfäden man von einer Farbe benötigt
- etc.
Wir benötigen also:
- 18 Kettfäden:
- 03 Stück in der Farbe grün
- 09 Stück in der Farbe blau
- 06 Stück in der Farbe rot
01.03. Das Weben
Wir gehen davon aus, dass
- Die Kettfäden richtig geschärt wurden
- Die Spannung stimmt
- Das Webschiffchen entsprechend mit Wolle umwickelt ist. Diesen Faden nennt man Schussfaden. Man wählt die gleiche Farbe wie bei der Webkante.
- Man webt, indem man den Webkamm hebt und senkt.
- Dadurch öffnet sich immer ein Fach, wodurch man das Webschiffchen durch führt und den Faden noch einmal mit dem Webschwert (oder Holzlieal) "andrückt".
Möglichkeit 1:
- Restfaden hängen lassen
- Neuer Faden nicht komplett durchziehen, wie beim ersten anweben.
- Alle Fäden werden zum Schluß vernäht
- Neuen Faden anknoten
- Knoten verschwindet im Gewebe
Mit der Zeit wird die Borte immer länger. Man kann das Webschiffchen dann schlechter durch das Fach ziehen. Das Band wird dann vom Gürtel gelöst und mit einer Sicherheitsnadel am Gürtel befestigt.webt auf diese Weise so lange bis die Kettfäden zu Ende sind. Wichtig ist, dass die Kettfäden immer straff gespannt sind und es auch bleiben.
Mit der Zeit wird die Borte immer länger. Man kann das Webschiffchen dann schlechter durch das Fach ziehen. Das Band wird dann vom Gürtel gelöst und mit einer Sicherheitsnadel am Gürtel befestigt.
01.04.Webarbeit beenden
Man beendet die Arbeit, wenn
- ... die Kettfäden sich so verheddert haben, dass man nichts mehr richten kann
- ... man kein Fach mit dem Webkamm mehr bilden kann.
- Der einfachste Abschluß ist ein sauberes Fransenende. Alle Fäden sauber vernähen.
- Die Kettfadenenden werden länger gelassen, um Zöpfe zu flechten. Besonders schön sind lange Flechten als Gürtelabschluß.
02. Weben mit Webrahmen
Im Grunde wird genauso gewebt, wie man weben würde, wenn man keinen Webrahmen hätte. Hier muß man folgendes beachten:
- Mitunter gibt der Webrahmen vor, wie lang das gewebte Band maximal werden kann.
- Bespannungsanleitung des Webrahmens ist zu beachten, ansonsten gibt es Probleme beim Weben.
- Mit den Reglern muß die Spannung in der Regel nachreguliert werden.
Dies ist die einfachste Technik, die es beim Weben mit dem Webkamm gibt. Im Laufe des Herbstes werde ich an dieser Stelle noch andere Techniken erläutern.
